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NAIN 9-LA

249 000,00 Ft

Größe 106 × 153 cm
Knoten/m2

Typ

Typ

Farben

, ,

Zustand

Stapel

Kettenfaden und Schussfaden

Muster

Art des Farbstoffs

Formen

Artikelnummer: 93859 Kategorien: ,

Typ

Nain (9-la,6-la,4-la): sie zählen zu den feinsten Teppichen, die im Iran in Meister-Werkstätten gewoben werden. Nain produziert seit Anfang der 1930er Jahre feine Teppiche. Dazu wird ausgezeichnete Qualitätswolle aus dem Iran oder aus Neu-Seeland verwendet. Ihre traditionellen Farben sind blau, beige, weiß und Abstufungen von braun, allerdings werden auch einige Exemplare in rot oder grün produziert. Seide wird zur Hervorhebung der floristischen Motive verwendet, die von erfahrener und sehr talentierter Hand ausgeführt werden.

Die Qualität variiert mit den Preisen. Die raresten Exemplare (6-la und 4-la) sind Meisterstücke des Designs und wunderschön gewoben mit 6- oder 4 lagigem Baumwollstoff. Diese Technik ist bezeichnend für die Qualität dieser Stoffe, die Dichte des Gewebes wird ausschließlich in Nain Werkstätten verwendet. Die meist- gesuchten Nains sind als Habibian Nains bekannt. Diese Teppiche sind nach dem großen Weber und Designer Fatollah Habibian, dem “Vater der Nain Teppiche” benannt. Nain Teppiche werden in allen Größen gewoben und die Teppichwerkstätten in Nain sind moch immer produktiv in ihrer Kreativität.

Antique/ semi-antique Teppiche aus Nain (die frühesten und meist- gesammelten Stücke werden Nain Tudeshk genannt) repräsentieren eine der besten modernen Periode der Teppichweberei im Iran, denn sie sind vergleichbar mit Safavid Hof-Teppichen aus dem 16. und 17. Jahrhundert, was ihre Oppulenz und Reinheit sowohl in Farbkombination und Designqualität betrifft. Nain Tudeshk Teppiche wurden zwischen 1917-1928, dem Beginn der Teppichproduktion in Nain, mit außergewöhnlicher Qualität und Liebe zum Detail aber in limitierter Anzahl hergestellt. Die meisten dieser Sondersrücke wurden nicht für den Export produziert, sondern eher für die neuen Reichen unter der Herrschaft von Schah Reza Pahlavi. Die Knotenzahl variiert zwischen 500.000 pro m2 – 1.200.000 pro m2. Das Bestreben, Meisterwerkstätten für handgeknüpfte Teppiche zu etablieren entstand erst nach dem der Aba (wollenes Bekleidungsstück während des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, gewöhnlich von Mullahs und/oder muslimischen Geistlichen getragen) keinen wirtschafltlichen Absatz mehr fand. Wegen der Einführung westliche Mode, nahm die Aba Kleiderweberei ab, und die Webstühle wurden wahrscheinlich für die Fabrizierung von feinen handgewobenen Teppichen verwendet.

Persian court with King and mulla’s wearing aba’s.

Persischer Hof mit dem König und Mullas in Abas.

Fatollah Habibian, genannt der Vater der Nain Teppiche und einer der größten Teppich-Designermeister dieser Stadt sowie im Iran als Ganzen, entschied sich, zusammen mit seinem Bruder Mohammad Habibian eine der anerkanntesten Meisterwerkstätten für Teppiche zu gründen. Viele dieser frühen Meisterstücke aus den Habibian Werkstätten hatten 100-120 Knoten pro m2. Teppiche aus Nain wurden mit Seide und Wollpol auf Baumwollgrund gewoben. Anfangs waren die Designs durch Isfahan Muster beeinflusst, da diese Städte ca 150 km von einander entfernt liegen. Mitte des 20. Jahrhunderts aber spalteten sich die Nain Teppiche von ihrem Pendant ab. Sowohl Design als auch Farben wurden von denen der Isfahan Teppiche unabhängig und bekamen eine stärkere Blaufärbung, hellbraun, beige, Elfenbeinfarbe und Weißtöne in ihrer Farbpalette.

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